20. September 2020

Valldemossa – Der Erholungsort

Valldemossa ist ein Ferienort, welcher im Nordwesten Mallorcas liegt. Es handelt sich hierbei um einen beschaulichen Ort, der sich auf mehr als 400 Metern Höhe befindet. Dieser ist nur etwa 20 Minuten mit dem Auto von der Hauptstadt Palma de Mallorca entfernt. Valldemossa liegt jedoch im Tramuntanagebirge und scheint im Kontrast zur Hauptstadt eine völlig andere Welt zu sein. Auf einem Hügel und von dem terrassenförmig gestalteten Terrain umgeben, wurde der Ort nach dem Mauren Muza betitelt, welcher die Gegend anfänglich besaß. Mit den autofreien und kopfsteingepflasterten Gassen nebst dem reichen kulturellen Erbe, ist der Ferienort auf Mallorca auf jeden Fall einen Besuch wert.

Valldemossa

Entwicklung von Valldemossa

Der Ort wurde einst von den Herrschern und Königen der Insel Mallorca vor allem wegen des verträglichen Klimas geschätzt. Der König Jaume II. ließ einen Palast im Ort erbauen, den der Nachfolger Sancho I. weiter ausbaute, um sich einen Rückzugs- und Kurort zu schaffen, da dieser unter Asthma litt. Für Krankheiten dieser Art ist das Klima in diesem Ferienort gut geeignet und vor allem heilsam.

Der bekannteste Besucher des Ortes Valldemossa ist der Komponist Frédéric Chopin. Er verbrachte zusammen mit der französischen Autorin George Sand den gesamten Winter in den Jahren 1838/39 hier. Sand beschrieb ihre Erinnerungen an diese Zeit in ihrem Roman „Ein Winter auf Mallorca“, der auch die Natur in der Gegend beeindruckend schildert. Das Liebespaar verbrachte den Winter in einem der ehemaligen Kartäuserkloster von 1399, der Kartause des Ortes. Dieser romantische Aufenthalt der Künstler fand nach etwa drei Monaten ein Ende. Durch eine erneute Verschlimmerung der Tuberkulose-Erkrankung, an der auch Chopin litt. Mehr als 100.000 Besucher verzeichnet der Ort jährlich, wobei der Hauptteil dieser Zahl wahrscheinlich auf den Aufenthalt des berühmten Künstlerpaares zurückzuführen ist.

Tourismus im Ort

Valldemossa weist viele kleine Nebengässchen und verschlungene Pfade auf. Man kann trotz der Touristenströme noch den verträumten Reiz der Insel erfahren und auch nachvollziehen, was vor allem den Künstlern an dem Ort sehr gefallen haben muss. Der mediterrane Flair sowie das verschlafen wirkende Städtchen wirken in der heutigen Zeit genauso magisch auf die Besucher wie noch vor hundert Jahren.
Einen Sonderstatus hat der Ferienort auch durch den Faktor, dass er die Geburtsstadt der Heiligen Mallorcas, der sogenannte Catalina Thomás, ist. So sehen die Touristen bei einem Spaziergang in dem Städtchen aufwendig geformte Kacheln. Diese Kacheln zeigen das Leben der Heiligen, welche besonders verehrt wird. Die Pfarrkirche Sant Bartomeu besitzt einen alten Glockenturm und ist allemal einen Besuch wert.

Die Kartause ist eine besondere Attraktion des Ferienortes und kann besichtigt werden. Das aber auch erst nachdem sie für die Touristen hergerichtet und umgebaut wurde. Neben den mallorquinischen Alltagsgegenständen können hier auch Hinterlassenschaften von polnischen Komponisten begutachtet werden. Auch die damalige Klosterapotheke und der dazugehörige Garten sind besonders sehenswert. Im Museo Municipal, dass sich in der Nähe befindet, können Sie außerdem die Werke Mirós und Picassos bewundern. Ein großer Teil des Klosters nimmt vor allem das Palais des Königs Sancho ein. Dieser wurde den Kartäusermönchen geschenkt, welche ihn und andere Gebäude zu einem Kloster umfunktionierten. Die Cartuja hat mehr Besucher als andere Gebäude der Insel, mit Ausnahme der Kathedrals La Seu in Palma. Die Eintrittskarte in das Kartäuserkloster beinhaltet ein kleines Chopin-Klavierkonzert.

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