21. Oktober 2020

Portocolom – ein einzigartiger Hafenort

An der Ostküste Mallorcas, rund 60 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Palma de Mallorca, liegt das kleine Fischerdorf Portocolom. Durch seine ruhige, idyllische Atmosphäre lädt es zum Entspannen und Träumen ein. Der Legende nach soll einst Christoph Columbus (auf spanisch “Colom”) dort geboren sein. Dadurch ist der zweite Teil des Stadtnamens zustande gekommen.

Der Hafenort Portocolom

Naturhafen und Altstadt

Bekannt ist der Ort vor allem für den größten natürlichen Hafen Mallorcas, welcher dort zu bestaunen ist. So kann man etwa bei einem Spaziergang entlang der von gemütlichen Cafés, Fischrestaurants und kleinen Boutiquen gesäumten Uferpromenade den Fischern bei ihrer Arbeit zusehen. Auch traditionelle Fischerboote sowie moderne Segelyachten schmücken den Hafen. Oder aber man schlendert durch die engen Gassen der Altstadt. Dort stehen alte mediterrane Häuser mit bunten Fenstern und Türen, welche für eine malerische Idylle sorgen.

Da die Einheimischen früher hauptsächlich vom Weinbau lebten, gibt es dort auch regionalen Wein zu kosten. Von Touristen ist das historische Stadtzentrum eher spärlich besucht. was damit zusammenhängt, dass es weder Badestrände noch ein ausgeprägtes Nachtleben zu bieten hat. Dadurch konnte das altertümliche Flair der Stadt weitgehend erhalten bleiben.

Der Hafen von Portocolom

Strand und Tourismus

Badefreunde kommen allerdings im südlichen, neueren Teil der Stadt auf ihre Kosten. In einer angrenzenden Bucht befindet sich dort der Strand Cala Marçal. Das türkis schimmernde Wasser vor einer von Felsen gekennzeichneten Küste und die direkt am Strand liegenden Restaurants und Bars ziehen zunehmend Touristen in die Stadt, weshalb dort Hotels und Einkaufsmöglichkeiten aufkeimen. Dennoch gilt Cala Marçal verglichen mit anderen Stränden der Insel als recht ruhig.

Sehenswürdigkeiten in Portocolom

Zu den Wahrzeichen der Stadt zählt außerdem der Leuchtturm Es Faraio. Seit seinem Bau im Jahre 1861 dient der 25 Meter hohe Turm der Schifffahrt zur Navigation und Orientierung. Obwohl er für die Öffentlichkeit nicht begehbar ist, lohnt sich ein rund zwei Kilometer langer Fußweg vom Stadtzentrum aus in die Nähe des Leuchtturms, von wo aus man eine herrliche Sicht auf das Meer hat. Auf diesem Weg kommt man auch an einem kleinen Strand namens s´Arenal vorbei, wo man mit Blick auf Portocolom und die umliegenden Berge entspannen kann.

Kulturinteressierte können sich die Kirche Mare de Déu del Carme sowie die aus der Bronzezeit stammende Ausgrabungsstätte Closos de Can Gaià ansehen. Während die Kirche sich direkt in der Stadt befindet, ist die Ausgrabungsstätte von dort aus in wenigen Minuten erreichbar. Obendrein gibt es im Ort auch eine Segelschule und einen Golfplatz. Außerdem zahlreiche Möglichkeiten für geführte Bootstouren, auf denen man die umliegenden Buchten und Strände bewundern kann.

Am besten aber eignet sich das Reiseziel für Spaziergänge, Fahrradtouren und gemütliche Stunden fernab vom Trubel der zahlreichen touristischen Hochburgen der Insel. Wer sich also nach Entschleunigung und Harmonie sehnt und einfach mal abschalten und vor sich hin träumen will, sollte sich unbedingt von dem romantischen Örtchen bezaubern lassen.

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