25. September 2020

Felanitx

Felanitx ist eine Gemeinde im Osten der Baleareninsel Mallorca in Spanien. Der Hauptort liegt westlich am Fuße des Gebirgszuges an der Serres de Llevant. Die umliegenden Ortschaften befinden sich verstreut auf dem 170 Quadratkilometer großen Gemeindegebiet. Hierzu gehört auch der Hafenort Portocolom.

Die Kirche von Felanitx im Ortsinneren
Die Kirche von Felanitx im Ortsinneren

Die Geschichte des Ortes Felanitx

Die Besiedelung in derm Ort geht schon auf die Bronzezeit zurück, in der sich die ersten Menschen an den Höhlen am Castell de Santueri ansiedelten. Der Name fenalicius ist entsprungen von dem lateinischen fenum, was indes vor allem auf die landwirtschaftliche Bedeutung dieser Region hindeutet. Der Ort wurde erstmals im 11. Jahrhundert von Mauren gegründet. Schon von Weitem erkennbar sind die zahlreichen Windmühlen, die auf dem Felsrücken oberhalb des Ferienortes errichtet wurden und damals somit der Produktion von Mehl dienten. Auch die Mallorquinische Kapern, Mandeln und Aprikosen sind heute ebenfalls wichtige Agrarprodukte.

Der Ferienort Felanitx war sogar das erste Weinanbaugebiet der Insel Mallorca. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurden auf dem Gebiet auf der Fläche von etwa 2.200 Hektar unterschiedliche Rebsorten angepflanzt. Am Ende des 19. Jahrhunderts vernichtete hier die Reblaus einen Großteil der Rebstöcke. Heute kommen circa 75 Prozent des mallorquinischen Weins aus der Gegend rund um den Ort.
Am Palmsonntag, am 31. März 1844 starben einst 440 Menschen in dem Ort, als beim Kreuzweg die Seitenstützwand der Kirche umstürzte. 200 weitere Menschen hierbei verletzt.
Der Ort ist heute vor allem für den Weißwein, Kapern, leckere Mandeln und das Keramik-Handwerk berühmt geworden.

Kultur, Sehenswürdigkeiten und sonstige Attraktionen

Die Gemeinde Felanitx ist eine schläfrige Kleinstadt mit etwa 7500 Bewohnern und Kommerz und Trubel gegenüber gleichgültig. Der Ort beschäftigt sich mit den kleinen Alltagsgeschichten und der Vergangenheit, wie dem Deià oder Santanyí um seinen Titel der schönsten Gemeinde auf der Insel zu wetteifern.

Der Ortskern der Gemeinde ist außerdem historisch gut erhalten und besitzt heute viele alte Gebäude in dem typisch spanischen Baustil. Es scheint jedoch so, als sei die Zeit hier stehengeblieben. Es sind verwinkelte Gassen, die zum Schlendern einladen, ein Bummeln vorbei an den Delikatess- und Handwerksgeschäften kann besonders spannend sein. Wer es möchte, genießt in den Straßencafés sehr leckere Tapas oder den bekannten mallorquinischen Wein. Einheimische bauen den Wein direkt vor den Toren an. So ist der Ort umgeben von Weinreben, aus denen unter anderem der besonders aromatische Rioja hergestellt wird. Wer es möchte, kann hier vor Ort an Führungen teilnehmen, bei der ein interessanter Einblick in einen der ältesten Zweige der Wirtschaft in der Region erhalten wird.

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