15. August 2020

Santa Maria del Cami – Typisch Mallorquin

Bei Santa Maria del Cami handelt es sich um eine Gemeinde auf Mallorca. Die Gemeinde liegt im Nordwesten auf der Insel. Die Einwohnerzahl liegt bei mehr als 7.300 Menschen. Was das Klima anbelangt, so gibt es während des ganzen Jahres über immer wieder Niederschläge. Dabei ist der Monat Juli der trockenste Monat. Die höchste Niederschlagsmenge gibt es im Dezember.

Santa Maria del Cami Hauptstraße
Die Hauptstraße durch Santa Maria del Cami

Die geschichtliche Entwicklung

Santa Maria del Cami hat seinen Namen von der Kapelle in La Garriga in Katalonien. Zu der damaligen Zeit ist Mallorca von Katalonien erobert worden und dieses Gebiet gehörte damals der katalonischen Familie Santaeugenia. Ein Mitglied dieser Familie, Bernat de Santaeugenia, herrschte nach der katalanischen Eroberung von Mallorca in diesem Gebiet und von dieser Person stammt auch die Namensgebung der damaligen dort vorhandenen Siedlung.

Die heutige Infrastruktur

Die wirtschaftlichen Schwerpunkte in der heutigen beruhen auf dem Kleinhandel. Ebenso ist ein weiterer Schwerpunkt die Herstellung von Betonteilen für die Bauindustrie. Früher war der Ort für seine Textilindustrie und –verarbeitung bekannt. Ein Handwerker hat es sich jedoch wieder zur Aufgabe gemacht, die Tradition der Weber auf Mallorca lebendig zu machen. In seiner Werkstatt stellt er heute Tücher her, welche auf weißen Hintergrund Flammenzungen darstellen. Ursprünglich wurden die Tücher nur in der Traditionsfarbe Blau hergestellt. Heute erfolgt die Produktion in verschiedenen Farbkombinationen.

Sehenswürdigkeiten in Santa Maria del Cami

Bei dem Ort Santa Maria del Cami handelt es sich nicht um einen klassischen Touristenschwerpunkt. Trotzdem gibt es hier einige Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört beispielsweise die barocke Pfarrkirche Santa Maria. Das Kirchengebäude wurde im Jahr 1216 erbaut. Hierbei handelt es sich um ein wuchtiges Kirchengebäude, das mit einem Steingarten umgeben ist. Die Innenausstattung wurde von dem berühmten Francisco Herrera damals erstellt und besteht auch aus einem Hochaltar mit Marienbildnissen.

Ebenfalls ist am Ort ein ehemaliges Kloster aus dem 18. Jahrhundert mit dem Namen Minimos vorhanden. Direkt von der Hauptstraße kommt man zum Kloster und es beinhaltet heute das Monumento Historico Artistico Provincial. Das Kloster verfügt über einen sehr eindrucksvollen Kreuzweg. In dem Gebäude befindet sich heute ein Museum, welches Gegenstände und Trachten des mallorquinischen Brauchtums aus dem 18. sowie 19. Jahrhundert zeigt.

An jedem Sonntag zwischen 9.00 sowie 13.30 Uhr entsteht aus dem Ort eine geschäftige Marktstadt. Hier werden an mehr als 500 Marktständen Obst und Gemüse, Blumen, heimische Produkte (Wurst, Käse, Fisch, Wein und Vieles mehr) angeboten. Auch bieten einige Aussteller Schuhe, Handtaschen, Textilien, Schmuck und weitere Gegenstände des täglichen Bedarfs an.

In der Umgebung gibt es auch Weinanbau seit Ende des 19. Jahrhunderts. Drt Anbau von mallorquinischen Weinen erfolgt gemeinsam mit benachbarten Orten, wie Alanao, Santa Eugenio sowie Binnissalem. Im Jahr 1991 wurde dieses Weinanbaugebiet als erstes Anbaugebiet mit der Bezeichnung „DO“ für „Denominacion de Origen“ ausgezeichnet.

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