26. September 2020

Ermita de Betlem

Mallorca ist die Insel der Deutschen, keine Frage. Doch sie hat auch mehr zu bieten als den Ballermann. Fernab der Bettenburgen und des Massentourismus ergibt sich eine ganz andere, fast schon geheimnisvolle Ecke der Insel.
Einer dieser Orte, die es sich auf jeden Fall zu entdecken lohnt, ist die Ermita de Betlem. Hier, im Herzen von Mallorca, scheint die Welt noch in Ordnung zu sein.

Vor allen Dingen bei denjenigen Urlaubern, die sich auch sportlich engagieren mögen, ist die Eremitage ein oft festgesetztes Ziel. Schließlich muss man, bevor man die Belohnung in Form eines wunderschönen Ausblicks bekommt, zunächst einige Höhenmeter zurücklegen. Am besten funktioniert das übrigens mit dem Fahrrad. Wer sich also für die anstrengende Variante entscheidet, kann darüber hinaus während der gesamten Auffahrt das tolle Klima der Insel hautnah spüren. Und, das sollte man nicht vergessen: Auf dem Rückweg geht es dann ohnehin bergab, sodass der angenehm wehende Wind alles noch erträglicher macht.

Umgebung von Emita de Betlem
Die Umgebung von Ermita de Betlem

Für alle anderen, die die Entspannung im Urlaub beim Namen nehmen, sei gesagt, dass natürlich auch eine befahrbare Straße ans Ziel führt. Aber Achtung. Aufgrund der ziemlich schmalen Straße bietet es sich an, keine allzu großen Autos zu benutzen.
Jetzt stellt sich selbstverständlich die Frage, nachdem man zumindest geklärt hat, wie man die Sehenswürdigkeit erreicht, was einen überhaupt erwartet. Deshalb ein kleiner Blick in die Geschichte.

Die Geschichte der Ermita de Betlem

Die kleine Einsiedelei, wie sie heute noch steht, wurde vor knapp über zwei Jahrhunderten, nämlich im Jahre 1805 gegründet. Damals lebten noch mehr Menschen an diesem verlassenen Ort. Inzwischen sind selbst die hartnäckigsten Bewohner gewichen, sodass es, bis auf die gelegentlichen Besuche der Touristen, menschenleer ist. Dass die Eremitage überhaupt steht, ist wohl den damals sehr fleißigen Händen sowie Eseln zu verdanken. Schließlich war der Weg ziemlich beschwerlich, und zudem nicht ungefährlich.

Trotz ihrer eigentlich winzigen Größe, gehört sie dennoch zu den prächtigsten und unweigerlich schönsten ihrer Art auf Mallorca. Sie ist für Touristen frei zugänglich. Zu bestaunen gibt es mehrere Dinge, zu denen beispielsweise die neoklassizistische Kapelle gehört. Diese wurde im Lauf der Zeit, durchaus auch witterungsbedingt, ständig erweitert und restauriert, sodass ihre Ursprünge mittlerweile leider nicht mehr ganz zu erkennen sind. Umso beeindruckender sind dafür die in der Kuppel enthaltenen Gemälde. Francesc Parietti sowie Manuel Bayeu sind zwei der Künstler, die sich durch ihre Arbeiten hier verewigen durften.
Jedes Jahr im Mai findet ein ganz besondere Zeremonie statt. Dann nämlich machen sich die Einwohner von Arta, dem kleinen Ort in der Nähe dieses Monuments, auf den Weg, um ihre Christusstatue zu verehren.

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